Der Start und die ersten Tage
In den Tagen vor Sonntag konnte man schon feststellen, dass alle Crews im Hafen sich irgendwie schneller, ja teilweise sogar hektisch bewegt haben. Woran das wohl gelegen haben mag ?

Am Sonntag ging es dann für uns und die anderen 220 Boote los. Gestartet wurde in drei Blöcken, zuerst die Multihulls, dann die Racer und anschließend wir in der Cruising Division mit ca. 150 weiteren Booten.

Um 11:30 Uhr legten wir also ab und fädelten uns zuerst in die Parade aller Segler vor der Hafenausfahrt ein. Eine Kapelle spielte schöne Abschiedsständchen und wir von der Charisma begeisterten die Zuschauer mit unserer La-Ola-Welle.

Das Wetter war traumhaft, ein leichter Wind und ein bewölkter Himmel gaben die ideale Kulisse ab, einfach traumhaft. Alle an Bord waren ergriffen und haben das Gleiche gedacht: Jetzt geht's los. Endlich !

Chris Tibbs hat uns ja schon auf die Wichtigkeit des Regattastartes aufmerksam gemacht: "You must fight for every inch at the start, cause there are only 2.900 nautical miles waiting for you !"

Nach Passieren der Startlinie setzten wir also schnell den Spinnaker und der blieb dann auch schon die nächsten 24 Stunden stehen. Beim Atlantiksegeln greifen nämlich ganz andere Dimensionen.

Wir befinden uns jetzt alle in einem dreistündigen Wachrhythmus mit 7,5 Stunden Freiwache zwischendurch. Liest sich ganz locker, nur irgendwie ist hier an Bord ein Schlafvirus ausgebrochen. Nach der Wache ab ins Bett und erstmal ausruhen. Das gemeinsame Frühstück und das gemeinsame Abendessen durchbricht das Ganze. Das ist wunderbares, aber anstrengendes Segeln.

Durch geschicktes Taktieren und Interpretieren der Wetterdaten schieben wir uns ganz gut nach vorne. Wenn Ihr darüber mehr wissen wollt, geht ihr am besten in das aktuelle Logbuch von unserem Skipper, Constantin, unter www.charisma4sea.de. Bin gespannt, wie sich unsere Position weiterentwickelt.

Täglich kommt eine Nachricht von der ARC-Regattaleitung, die wir natürlich gemeinsam besprechen. Die gestrige hat uns gezeigt, dass hier kleine Fehler schnell bestraft werden können. Die Yacht Noah hatte Wassereinbruch, die Crew wurde geborgen und das Schiff wird wohl bald sinken. Zwei andere Schiffe haben Probleme mit dem Rigg und sind umgekehrt. Ein drittes hatte eine Kollision mit einem Wal, kann aber weiterfahren.

Wir segeln nach der Devise Fehler zu vermeiden und höchste Konzentration am Steuer.

So, das war's für heute. Beim nächstenmal erzähle ich was über's Fischen.




isarfriese am 25.Nov 16  |  Permalink
Spannend!
Schön, dass ihr gut gestartet seid. Ich schaue jeden Tag auf den GPS Tracker und bin beeindruckt von der Zickzack-Fahrt mancher Teilnehmer. Weiterhin viel Spaß und sichere aber schnelle Fahrt.